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Höhenflüge in den frz. Alpen

Baguette, Croissant, Wein, Salami, Käse, Pizza, Lavendelfelder, Rosmarin- und Thymianbüsche, Trüffeleichen, die Berge, die Erde, die türkiesen Seen  -

Schon im September 2019 war klar, im nächsten Jahr geht’s wieder nach Pui!

Also bestellte Kai abermals ein Chalet für sechs Personen. Für mich ist der Urlaub in Puimoisson mit meinen Freunden immer eines der besonderen Ereignisse im Jahr.

Probleme bei der Anreise

Doch dann kam, Du weißt schon wer, dessen Namen ich hier nicht nennen mag, und würfelte alles durcheinander!

Manu, Abi, Franco, Guli und Jan konnten aufgrund der in der Firma herausgegebenen Regeln nicht mitfahren, und dem Axel und seiner Frau stand ein sehr erfreuliches Ereignis bevor.

An dieser Stelle sei erwähnt, daß Guli und Jan Rothhardt nach Prievidza fuhren, um dort den Fliegersommer ausklingen zu lassen.

Blieben also noch Kai, Alrik, Pascal und ich übrig.

Endlich konnten wir Ende der ersten Septemberwoche unsere Reise antreten. Leider, und das ist voll bitter, endete die Tour für Alrik und Pascal schon in Zwickau. Die elektrische Anlage der neu montierten Anhängezugvorrichtung hatte die des Kraftfahrzeuges zerstört. Die Reparatur mit all ihren Umständen ließ den Traum der Beiden von Südfrankreich platzen. Toll! – Blieben nur noch Kai und ich.

Endlich fliegen!

Nach 1400 Kilometern in ca. 16 Stunden erreichten wir unser Ziel.

Der Urlaub begann auch gleich mit schönen Flügen, für September recht lang – und in den Bergen gut machbar – bis Sonnenuntergang.

Unser Fluggebiet für die nächste Zeit umfasste die Provence, die Baronnies, die Berge der Ecrins, das Vanoise, das Ubayetal bis hin zur italienischen Grenze sowie die Maurienne, das Gebiet, in dem unser Traum vom Flug zum Matterhorn und zum Mont Blanc bisher stets endete.

Mitte der ersten Woche stellte sich jedoch durchwachsenes Wetter ein. Für solch einen Fall hatte Kai genügend Arbeit im Rechner dabei, ich las in meinem Buch weiter, und fuhr mit der Juggendgruppe aus Freiburg zur Verdon-Schlucht in den Kletterpark. Wir nutzten die flugfreie Zeit auch um im wunderschönen Lac de Sainte-Croix schwimmen zu gehen.

Die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur ist ein sehr tolles Reiseziel!

#soobock

 

Ende erster – Anfang zweiter Woche wurde es wieder sehr gut fliegbar, und wir waren jeden Tag lange in der Luft. Aufgrund von, Du weißt schon wem, dessen Namen ich hier nicht nennen mag, waren sehr wenige Flugzeuge am Start. Dies ermöglichte uns ein zügiges In-die-Luft-kommen.

Kai und ich sahen tolle Panoramen von Bergen, Seen, Wolkenformationen, Pässen, Farben der Provence, Regenbögen und vielem mehr. Ach ja, auch das Meer!

Unsere Aufgabe Bestand oft darin, am Weg zum Matterhorn und zum Mont Blanc weiterzubasteln, und diesmal ergab sich für uns auch die Möglichkeit, den „Parcours Royal“ zu fliegen. Das ist ein Gleitweg von weit über 100 Kilometern, der in den Ecrins in ca. 4000m beginnt, und entlang der Kämme der Berge bis nach Pui führt – oder andersrum. Bei optimalen Bedingungen machst du da nicht einen Kreis („Du bist 4000m hoch, und du fliegst immer noch neben dem Felsen“) !

Kai und ich lernten erneut viel dazu und auch wieder interessante Typen der Fliegerei kennen ;-).

Putzigerweise schlossen sich in dieser Entfernung auch dieses Mal Kreise in unser früheres Fliegerleben. – Echt verrückt!

Baguette, Croissant, Wein, Salami, Käse, Pizza, Lavendelfelder, Rosmarin- und Thymianbüsche, Trüffeleichen, die Berge, die Erde, die türkiesen Seen – wir genossen diese Region in vollen Zügen.

Und wenn ich abends zum Zähneputzen auf die Piste lief, dann lag das daran, dass man in Pui – das schon ein Stückchen abseits der großen Städte auf einem Plateau liegt, einen superintensiven Sternenhimmel beobachten kann.

Und weil wir durch, Du weißt schon wen, dessen Namen ich hier nicht nennen mag, noch einen Test und zwei Tage im eigenen Haushalt zu absolvieren hatten (die Chance diesen Bericht zu schreiben), fuhren wir schon freitags nach Hause. Das schöne Wetter in Südfrankreich machte auch eine Pause, und wir kamen gesund und fast munter in der Heimat an.

Ich freue mich schon voll dolle auf’s nächste Jahr in Puimoisson, und ich hoffe sehr, dass unsere Rasselbande dann wieder vollzählig ist.

 

- Ralf Andrich